06.03.2014

Zahlen, Daten, Fakten aus dem Gesundheitstourismus in NRW

Autor: Julie Sengelhoff

Um die Potenziale und Bedeutung des Gesundheitstourismus für Nordrhein-Westfalen hervorzuheben, hat Tourismus NRW auf der ITB Berlin 2014 ein Pressegespräch zum Thema „Auf zu Wasser, Moor und Sole – Bedeutung und Potenziale des Gesundheitstourismus in NRW“ durchgeführt.  Das Factsheet lag der Pressemappe der Veranstaltung bei.

  • Die Regionen Teutoburger Wald und Sauerland sowie die über 30 nordrhein-westfälischen Heilbäder und Kurorte, die von der Gesundheitsagentur NRW vertreten werden, verfügen über beste Bedingungen, Urlaub und Gesundheit zu einem Wohlfühl-Erlebnis zu verbinden (Therapeutisch wirkende Landschaften, natürliche Heilmittel wie Sole, Mineralwasser und Moor,  traditionsreiche Kneipp-Kurorte, Luftkurorte, Heilstollen etc.)
  • Neben der Besichtigungsreise (27%), dem Städteurlaub und dem Verwandtenbesuch (23%) gehört auch der Gesundheitsurlaub bzw. die Kur mit 21 Prozent zu den wichtigsten Urlaubsarten in NRW.
  • Da der Gesundheitstourismus eines der Schwerpunktthemen des Landes NRW ist, wurde die Marke „Dein NRW Gesund“ entwickelt.
  • Tourismus NRW und die zwei gesundheitstouristisch bedeutendsten Destinationen Teutoburger Wald und Sauerland sowie die Gesundheitsagentur NRW haben 2011 das EU-Förderprojekt »Präventionswerkstatt« gestartet.  Wesentliches Ziel der Präventionswerkstatt ist es, die qualitativ hochwertigste, innovativste und im Kern neueste präventionsorientierte Gesundheitsmarke im Deutschlandtourismus zu entwickeln und zu etablieren.
  • Die Präventionswerkstatt widmet sich insbesondere den Bereichen Ernährung und Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rückenbeschwerden, Entspannung, mentale Regeneration und Burn-Out-Prävention sowie Schlafstörungen und Diabetes.
  • Bestehende gesundheitstouristische Angebote sollen weiterentwickelt und neue innovative Produkte für den Zukunftsmarkt Gesundheitstourismus erarbeitet werden. Im Zuge dessen ist der „Think Tank“, ein interdisziplinärer Expertenkreis der Gesundheits- und Tourismusbranche des Landes einberufen worden, um bestehende Gesundheits-Urlaubsangebote zu überprüfen, neue Produktideen zu entwickeln und erste Vertriebswege zu definieren. In mehreren Think Tank-Veranstaltungen fand ein Austausch von Touristikern mit anerkannten Medizinern, Sportmediziner, Ernährungswissenschaftler, Reiseveranstalter aus NRW statt.
  • Um das Wissen der Experten mit dem Wissen der Leistungsträger vor Ort zu verzahnen, wurde 2012 ein Aufruf zur Beteiligung an einem Innovationswettbewerb durchgeführt. Es wurden sowohl gesundheitstouristische als auch medizinisch therapeutische Anbieter angesprochen, um ihre Angebote/Beiträge beim Innovationswettbewerb einzureichen.
  • Es gab 125 Einreichungen, die 50 besten Angebote wurden von einer Fachjury nominiert, die derzeit in speziellen Beratungen in Einzel- und Kleingruppen professionalisiert und zur Marktreife gebracht werden. Die Prämierung der drei besten Beiträge erfolgt im Rahmen eines Gesundheitskongresses am 21. Mai 2014 in Düsseldorf durch NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin.
  • Alle neu entwickelten Gesundheitsangebote werden in das Landesmarketing des Tourismus NRW eingebunden. Die neuen Angebote gibt es dann auf der Webseite www.dein-nrw./gesund.
  • Die neuen gesundheitstouristischen Angebote in NRW setzen auf qualifizierte Programme, in denen Gäste neue und leckere Ernährungsangebote, individuelle Bewegungsprogramme, Wege zur Stressbewältigung oder zu einem gesunden Schlaf kennenlernen können. Anregungen für einen gesünderen Lebensstils, die man im Urlaub erfahren hat, können nach Hause „mitgenommen“ und in den Alltag eingebaut werden.
  • Solche Maßnahmen der Primärprävention sollen dazu beitragen, Krankheiten zu verhindern und gesundheitliche Risiken zu minimieren. Von solchen Angeboten profitieren auch Menschen, die bereits erkrankt sind. Darüber hinaus benötigen sie oft eine begleitende ärztliche Versorgung beispielsweise, wenn sie an Diabetes oder Herzschwäche leiden. Hier setzen Maßnahmen der Sekundärprävention an, für die NRW die medizinische Kompetenz mit vielfältigen Urlaubsmöglichkeiten verbindet.
  • Gleiches gilt für die Tertiärprävention, deren Ziel es ist, bei einer bestehenden Erkrankung eine weitere Verschlechterung oder Rückfälle zu verhindern, z.B. durch zur Rehabilitation.

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Julie Sengelhoff

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