19.01.2017

Wo Nordrhein-Westfalen noch richtig wild ist

In der freien Natur lassen sich Flamingos, Wisente oder Wildpferde entdecken

Autor: Tonia Haag

12 Naturparke und ein Nationalpark

NRW ist in weiten Teilen grün: Die zahlreichen Naturparks nehmen inzwischen rund 40 Prozent der Landesfläche ein. Weit über ein Viertel des Landes ist von Wald und Wasser bedeckt. Nordrhein-Westfalens erster Naturpark und zugleich erstes Wildnisgebiet ist das Siebengebirge bei Bonn. Nordrhein-Westfalens erster und bislang einziger Nationalpark ist der Nationalpark Eifel, dessen Gebiet sukzessive in den ursprünglichen Buchen-Urwald zurückverwandelt wird. Inzwischen haben sich zahlreiche bedrohte Tiere dort wieder angesiedelt, darunter Wildkatze, Biber und Schwarzstörche. Wer mehr über die Natur hier erfahren möchte, schließt sich am besten einer Ranger-Tour an. Ähnliche Touren gibt es auch in Südwestfalen.
www.nationalpark-eifel.de/ranger | www.wald-und-holz.nrw.de

Wisente

Am Rothaarsteig leben die einzigen frei lebenden Wisente Westeuropas. Mit sehr viel Glück sind sie auch für Besucher zu entdecken. Weitaus größer ist die Chance auf Wisente jedoch in der „Wisent-Wildnis am Rothaarsteig“, wo eine kleine Gruppe Wisente in einem rund 20 Hektar großen naturbelassenen Areal umherstreift.
www.wisent-welt.de

Dülmener Wildpferde

Die Dülmener Wildpferde sind die einzige noch auf dem europäischen Kontinent lebende Wildpferde-Herde und weitgehend sich selbst überlassen. Highlight für Touristen wie Einheimische ist jedes Jahr am letzten Samstag im Mai der große Wildpferdefang im Merfelder Bruch, bei dem einjährige Hengste von Fängern mit bloßen Händen eingefangen werden. Einmal gestellt, werden sie versteigert oder verlost und gezähmt, um später Kutschen zu ziehen oder Ausritte zu machen.
www.duelmen-marketing.de

Flamingos

Im münsterländischen Zwillbrock ist die nördlichste Flamingo-Brutkolonie Europas beheimatet. Von März bis Juli und bei erfolgreicher Brut bis in den September hinein sind die exotischen Vögel hier zu beobachten, bevor sie sich wieder auf den Weg in ihr Winterquartier in den Niederlanden machen. Radfahrer können den Besuch bei den Tieren mit einer Tour über die 450 Kilometer lange Flamingo-Route kombinieren, die direkt an den Tieren vorbeiführt.
www.bszwillbrock.de | www.flamingoroute.com

Störche im Moor

Am Großen Torfmoor, dem größten noch verbliebenen Moorgebiet Nordrhein-Westfalens, hat sich unter anderem der Storch niedergelassen. Besonders groß ist die Chance, eines der seltenen Exemplare zu sehen, im Juni, wenn die Störche auf Froschfang sind. Wer das Moor in Lübbecke und Hille an sich erkunden will, nimmt am besten den drei Kilometer langen Moor-Erlebnis-Pfad, der auch mit Kinderwagen und Rollstuhl befahrbar ist. Eine weitere Möglichkeit, Störche zu beobachten gibt es auch am Niederrhein.
www.minden-luebbecke.de

Eiszeitliches Wildgehege

Im Neandertal haben es Tierbeobachter leicht: In einem Wildgehege sind hier Tiere zu sehen, die bereits in der Eiszeit vorkamen – vom urtümlichen Auerochsen, über Wisente bis hin zu Tarpanen. Ein Besuch des Geheges lässt sich bestens mit einem Besuch im Neanderthal-Museum verbinden, das die Frühgeschichte der Menschheit erzählt und viele Möglichkeiten zum Ausprobieren und Mitmachen bietet.
www.wildgehege-neandertal.de | www.neanderthal.de

Schmetterlinge

Die Hannoverschen Klippen bei Beverungen sind ein Schmetterlingsparadies. Rund 500 Arten wurden hier bereits nachgewiesen, darunter etliche Tiere, die eigentlich wärmere Gegenden wie etwa den Mittelmeerraum bevorzugen. Auf den durch die Sonne aufgeheizten Felsen an der Weser lassen sie sich aber gerne nieder. Einen besonders guten Blick über das Gebiet bietet der Weser-Skywalk, der in 80 Metern Höhe über dem Wesertal thront.
www.kulturland.org

Wilde Narzissentäler

Jedes Jahr im Frühjahr verwandeln Millionen wilder Narzissen die Täler an Olef, Perlenbach und Fuhrtsbach in der Eifel in ein leuchtendgelbes Blütenmeer, das es so in Deutschland sonst nur noch im Hunsrück gibt. Wanderer können die Narzissenroute nehmen, die auf einem knapp zwölf Kilometer langen Rundweg von Monschau aus durch die Narzissenwiesen führt.
www.eifel.info

Ginster

Zwischen Mai und Juli taucht der Ginster, das sogenannte Eifel-Gold, die Eifel in ein leuchtendes Gelb. Besonders viele Ginstersträuche finden sich auf der Dreiborner Hochfläche, die am Eifelsteig liegt, dem Wanderweg, der über 313 Kilometer von Aachen-Kornelimünster nach Trier führt.
www.eifel.info

Orchideen

Wilde Orchideen haben sich in einem alten, offen gelassenen Steinbruch bei Aachen angesiedelt. Zu entdecken sind die bunten Blumen besonders gut während einer Tour auf der 16 Kilometer langen Kupferroute, die durch das Aachener Umland führt. Einzigartig sind auch die von Mai bis August blühenden goldgelben Galmeiveilchen am Wegesrand, die nur in den dortigen Erzfeldern zu finden sind.
www.stolberg-kupferroute.de

Heideblüte

Heidegebiete sind nicht nur wichtige Naturräume für viele, auch bedrohte, Tierarten. Während der Blüte zwischen Juli und September sehen sie auch toll aus. Unter anderem blüht die Heide im Zwillbrocker Venn, im Großen Torfmoor in Lübbecke und Hille sowie in der Wahner Heide bei Köln.
www.wahnerheide.net

Externsteine

Die Externsteine gehören zu den beeindruckendsten Naturdenkmälern Deutschlands. Um die schroffe Felsformation ranken sich zahllose Geschichten und Mythen. Über zwei Treppen erreichen Besucher die Gipfel der Felsen, die einen beeindruckenden Blick auf den Teutoburger Wald bieten.
www.externsteine.de

Rhein mit Drachenfels

Der Rhein zieht bereits seit Jahrhunderten Romantiker, Maler und Touristen an. Besonders idyllisch ist der Abschnitt bei Königswinter, über dem der sagenumwobene Drachenfels thront. Von seinem Gipfel aus lassen sich Rheintal und Siebengebirge weit überblicken. Hoch geht es entweder zu Fuß oder mit der traditionellen Zahnradbahn. Den Rhein von Bonn bis Wiesbaden können Wanderer auf dem 320 Kilometer langen Rheinsteig erkunden. Radler nehmen den 1.320 Kilometer langen Rheinradweg, der von der Quelle bis zur Mündung führt.
www.siebengebirge.com | www.rheinsteig.de | www.rheinradweg.eu

Sternenpark

Im Nationalpark Eifel ist auch der Himmel noch so zu sehen, wie er ist. Weil man hier so viele Sterne wie sonst nur noch selten entdecken kann, darf sich der Nationalpark seit 2014 offiziell Sternenpark nennen. Besucher können hier selbst die Milchstraße mit bloßen Augen erkennen. Romantiker sollten sich schon mal den August vormerken, denn dann lohnt sich ein Besuch im Sternenpark besonders: Rund um die Monatsmitte sind üblicherweise die meisten Sternschnuppen zu sehen.
www.nationalpark-eifel.de/sternenpark

Industriewald Ruhrgebiet

Im Ruhrgebiet, auf industriellem Brachgelände, entsteht gerade wieder Wildnis, in der sich Tiere und Pflanzen so ausbreiten dürfen, wie sie wollen. Viele der neu entstehenden Industriewälder sind sogar artenreicher als natürliche Wälder. Besucher können den neuen Wald auch in Führungen erforschen, beispielsweise auf dem Gelände der ehemaligen Zeche „Rheinelbe“ in Gelsenkirchen.
www.lwl.org

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