31.08.2017

Was die neue Bundesregierung für den Tourismus leisten muss

Die Tourismusbranche appelliert in Berlin an die neue Bundesregierung

Autor: Valeria Melis

In Berlin kamen Vertreter der Tourismusbranche im Rahmen der Informationskampagne „Auf Zukunft gebucht – Die Tourismuswirtschaft“ zusammen, um Forderungen der Tourismuswirtschaft an die neue Bundesregierung zu formulieren. Stellvertretend für die Tourismusbranche forderte Dr. Michael Frenzel, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), dass der Tourismus durch die Bundesregierung zukunftsfähig gemacht werde.

Gemeinsam mit  den Präsidenten des Deutschen ReiseVerbands Norbert Fiebig und des Internationalen Bustouristik Verbands (RDA) Benedikt Esser, den Vizepräsidenten des DEHOGA-Bundesverbands Fritz Engelhardt und des Deutschen Tourismusverbands Dr. Heike Döll-König sowie dem Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften Dr. Michael Engel forderte er im Zuge einer Bundespressekonferenz ein inhaltliches und organisatorisches Umdenken in Sachen Tourismuspolitik. „Die nächste Bundesregierung muss den Tourismus endlich ins Zentrum ihrer Wirtschaftspolitik stellen. Weniger Belastungen und zukunftsfähige Rahmenbedingungen für die Tourismuswirtschaft – das muss das Ziel für die kommende Legislaturperiode sein“, appellierten die Tourismusvertreter. Als Repräsentantin des DTV sprach Dr. Heike Döll-König, Geschäftsführerin des Tourismus NRW e.V. sich für eine verbesserte Koordinierung der Tourismuswirtschaft auf Bundesebene aus.

Die politischen Rahmenbedingungen für die weltweit boomende Tourismuswirtschaft sind in Deutschland nicht optimal ausgestaltet, wie unter anderem die Entwicklungen im Luftverkehr zeigen. Während der weltweite Luftverkehr kontinuierlich wächst, leiden die deutschen Airlines unter anderem unter dem nationalen Alleingang bei der Luftverkehrsteuer und verlieren auch in Deutschland dauerhaft Marktanteile an ihre ausländischen Konkurrenten.Von schlechten gesetzlichen Rahmenbedingungen sind neben dem Luftverkehr auch andere Bereiche der deutschen Tourismuswirtschaft betroffen. So kämpfen deutsche Bus- und Reiseveranstalter mit einer steuerlichen Benachteiligung beim Ein- und Verkauf von Urlaubsreisen, die den Preis für einen Urlaub unnötig verteuert. Den Gastronomen macht bei der Bewirtung ihrer Gäste eine widersprüchliche Besteuerung von Speisen zu schaffen. Zudem behindern Bürokratie und unflexible gesetzliche Regelungen maximale Gastfreundschaft.

Die neu zu wählende Bundesregierung sollte für die Tourismuswirtschaft einen ganzheitlichen wirtschaftspolitischen Ansatz erarbeiten, um deren Zukunftsfähigkeit und Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.

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Valeria Melis

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