Portrait aus Marmor des Nero Claudius GERMANICUS.

31.05.2017

Triumph ohne Sieg: Fake news in der römischen Geschichte

Über 250 wertvolle Kunstwerke und Artefakte sind zu sehen

Autor: Silke Dames

Eine neue Ausstellung im LWL-Römermuseum in Haltern am See zeigt, dass die Verbreitung falscher Tatsachen bereits vor 2000 Jahren als machtpolitische Mittel genutzt wurden. Damals hatte Kaiser Tiberius Roms Krieg in Germanien abgebrochen, der auch noch nach der verlorenen Varusschlacht weitergeführt worden war. Dieses Ende lässt der Kaiser durch einen spektakulären Triumphzug für seinen Feldherren Germanicus in einen Erfolg umdeuten. Die Schau „Triumph ohne Sieg. Roms Ende in Germanien“ erzählt vom 2. Juni bis 5. November 2017 die Geschichte dieses historischen Fake news-Falls.

Über 250 wertvolle Kunstwerke und Artefakte aus Italien, Kroatien, der Schweiz, Slowenien, Ungarn und der Vatikanstadt sollen auf 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche diesen Triumph ohne Sieg verständlich machen. Der letzte Bereich der in vier Teile gegliederten Ausstellung beschäftigt sich mit der Frage, was geschehen wäre, wenn Rom den Krieg in Germanien tatsächlich gewonnen hätte.

Internet: www.lwl-roemermuseum-haltern.de

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