Blick auf Bäume und Berge unter wolkenverhangenem Himmel im Sauerland

26.11.2020

Tourismus NRW bewertet Bund-Länder-Beschlüsse zwiegespalten

Hilfen positiv, aber Perspektive fehlt nach wie vor

Autor: Tonia Haag

Düsseldorf, 26. November 2020. Bei ihrem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel haben die Ministerpräsidenten am Mittwoch die Fortsetzung der bestehenden Einschränkungen beschlossen, Betriebe sollen jedoch entschädigt werden. Tourismus NRW bewertet die Beschlüsse zwiespältig.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass der Bund die Novemberhilfen für vom anhaltenden Lockdown betroffene Betriebe verlängern und dafür mit der EU den beihilferechtlichen Rahmen schaffen will. Das Geld ist für unsere Betriebe überlebenswichtig, da sie selbst keine Geschäfte machen können und ihre Rücklagen durch den ersten Lockdown im Frühjahr und das insgesamt katastrophale Jahr oft aufgebraucht sind. Daher müssen die Gelder nun schnell fließen“, erklärt Dr. Achim Schloemer, Vorsitzender des Vorstands von Tourismus NRW.

Zugleich kritisiert er jedoch die nach wie vor fehlende Perspektive und Planbarkeit für die Tourismusbranche: „Die getroffenen Beschlüsse gelten wieder nur bis zum 20. Dezember, also etwa drei Wochen lang. Was danach kommt, ist weiter ungewiss. Für unsere Betriebe heißt das wieder: Abwarten und nichts tun können. So wie sich die Inzidenzen aktuell entwickeln, bleibt ohnehin fraglich, ob die Schließung von Gastronomie und Hotellerie der richtige Ansatz war. Wir brauchen daher insgesamt für die nächsten Monate klare Regeln und Planbarkeit, damit unsere Betriebe sich nicht weiter von Woche zu Woche hangeln müssen, ohne zu wissen, wie – und ob überhaupt – es für sie weitergeht. Dabei muss dringend gehandelt werden, denn allein in Nordrhein-Westfalen hängen 650.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt vom Tourismus ab.“

Nach Berechnungen der Tourismusberatung dwif-Consulting haben die Destinationen in Deutschland allein zwischen März und August 2020 Umsatzausfälle in Höhe von 46 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Die nordrhein-westfälische Tourismusbranche treffen die Auswirkungen der Corona-Pandemie in besonderem Maße, denn in Normaljahren sind Städtereisen sowie Event- und Veranstaltungsreisen die Hauptmotive für knapp 50 Prozent der Urlaubsreisen nach Nordrhein-Westfalen. Bei 45 Prozent aller Urlaubsreisen ist der Besuch von Events und Veranstaltungen eine zentrale Aktivität. Auch vor dem zweiten Lockdown fielen diese Anlässe und Motive jedoch größtenteils weg. Hinzu kommt, dass die beiden für Nordrhein-Westfalen wichtigen Segmente des Geschäftsreisetourismus und des Incoming-Tourismus nahezu zum Erliegen gekommen sind.

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