Aussicht auf den Rhein bei Bonn

10.06.2021

Studie wirft Blick in die Reisezukunft

Analysen zeigen Szenario für 2030

Autor: Tonia Haag

Mehr Kurzreisen, mehr Online-Buchungen, mehr Qualität: So lassen sich einige der wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen, die die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) in ihrer „Trendstudie 2030“ präsentiert. Analysiert werden darin die Reisetrends der deutschsprachigen Bevölkerung in Deutschland. Eines zeigt die Studie dabei deutlich: Langfristig kann Corona der Reiselust der Deutschen nichts anhaben.

So wird die Zahl der langen Urlaubsreisen von mindestens fünf Tagen bis 2030 zwar voraussichtlich um 1,3 Millionen auf 69,5 Millionen Reisen sinken, wobei der Rückgang allein auf innerdeutsche Reisen zurückgeht.  Die Zahl der Kurzurlaubsreisen von zwei bis vier Tagen dürfte jedoch gleichzeitig um 8,3 Millionen auf 100,4 Millionen Reisen steigen. Die Zahl der innerdeutschen Reisen dürfte sich dabei um 4,5 Millionen auf 73,2 Millionen Reisen erhöhen. Vergleichsjahr ist in allen Fällen 2019.

Zuwächse werden insbesondere bei Urlaubsreisen mit Kindern bis 13 Jahre sowie bei den Übersechzigjährigen erwartet. Bei den Kurzurlauben gibt es zusätzlich bei der Gruppe der 14- bis 19-Jährigen ein Plus. Die Ausgaben pro Reisen werden den Erwartungen zufolge unter Berücksichtigung der realen Preisentwicklung, also inflationsbereinigt, auf dem derzeitigen Niveau bleiben, das 2019 bei langen Urlaubsreisen bei 1.032 Euro und bei Kurzurlaubsreisen bei 271 Euro pro Person lag. Damit könnte der finanzielle Verlust durch den Rückgang der langen Urlaubsreisen, der sich dieser Berechnung zufolge auf rund 1,34 Milliarden Euro belaufen würde, durch das steigende Volumen der Kurzurlaube deutlich überkompensiert werden. Unter dem Strich stünde ein Plus von fast 900 Millionen Euro.

Online-Buchungen und Direktbuchungen bei Leistungsträgern gewinnen weiter an Bedeutung

Was sich in den vergangenen Jahren beim Buchungsverhalten bereits gezeigt hat, wird sich der Prognose zufolge weiter fortsetzen: Online-Buchungen dürften um über 50 Prozent zulegen und im Jahr 2030 bei 42,6 Millionen liegen. Wichtigste Buchungsstelle dürften die Leistungsträger direkt bleiben. Ihr Anteil dürfte sogar noch einmal von 39 auf 44 Prozent steigen. Ebenfalls weiter an Bedeutung gewinnen dürften OTAs, deren Anteil den Schätzungen zufolge von 19 auf 24 Prozent klettern wird. Reisebüros werden hingegen voraussichtlich drei Prozentpunkte an Anteilen verlieren, mit 28 Prozent aber weiterhin vor den OTAs liegen.

Was für die Zukunft hoffen lässt: In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Qualitätstouristen, die bereit sind, für ein qualitätsvolles Angebot auch einen angemessenen Preis zu zahlen, gestiegen. Ihr Anteil erhöhte sich von 2004 auf 2018 um ein Viertel auf 34 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil der Preisbewussten, denen ein preisgünstiger Urlaub besonders wichtig ist, von 62 auf 54 Prozent. Auch wenn diese Gruppe einen starken Fokus auf den Preis legt, ist aber auch ihr die Qualität des Urlaubs wichtig.

Die Trendstudie basiert auf Erkenntnissen vergangener FUR-Reiseanalysen, die die deutschsprachige Bevölkerung in Deutschland zwischen 14 und 74 Jahren berücksichtigt, sowie daraus abgeleiteten Schätzungen der Autoren.

Eine Zusammenfassung der ganzen Studie ist hier zu finden.

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