Rennradfahrer im Sauerland

09.11.2016

Studie: Radtourismus ist wachsender Wirtschaftsfaktor für das Sauerland

Hochgerechnet ergibt sich für das Jahr 2016 ein Bruttoumsatz von 150,4 Millionen Euro

Autor: Silke Dames

Der Radtourismus ist für das Sauerland ein wachsender Wirtschaftsfaktor, das belegen jetzt die Ergebnisse einer aktuellen Studie. Demnach sind 2016 rund 8,8 Millionen Tagesausflüge mit dem Rad im Sauerland unternommen worden, das sind 5,1 Millionen mehr als bei der ersten Studie im Jahr 2013. Auch die Übernachtungsgäste, die ihre Reisezeit gezielt zum Radfahren nutzen, nehmen der Erhebung nach zahlenmäßig zu: 500.000 radelnde Übernachtungsgäste bedeuten im Vergleich zu 2013 ein Plus von 100.000. Insgesamt kommt die Untersuchung, die im Auftrag des Vereins Sauerland-Radwelt von der dwif-Consulting GmbH durchgeführt worden ist, somit jährlich auf 9,3 Millionen Radtouristen in der Region.

Auch die wirtschaftlichen Effekte sind größer geworden. Radfahrer geben als Tagesausflugsgäste pro Kopf und Tag 11,30 Euro aus, wenn sie übernachten sind es 101,00 Euro. Hochgerechnet bedeutet dies für das Jahr 2016 einen Bruttoumsatz von 150,4 Millionen Euro in der Region. Zum Vergleich: 2013 waren es noch 66,1 Millionen Euro. Durch den Radtourismus im Sauerland werden 70,7 Millionen Euro an Einkommen erzielt (2013: 30,5 Millionen Euro). Auch die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen haben sich von 7,2 Millionen im Jahr 2013 auf 14,8 Millionen Euro im Jahr 2016 mehr als verdoppelt. Mehr als 2.500 Menschen im Sauerland können gemäß Berechnungen ihren Lebensunterhalt mit einem durchschnittlichen Primäreinkommen pro Kopf und Jahr durch den Radtourismus bestreiten, während es 2013 gut 1.200 Menschen waren.

Der Studie liegt eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zugrunde. In Telefoninterviews befragten die dwif-Fachleute insgesamt 1.500 Menschen zum Radfahrinteresse, davon 750 im gesamten Sauerland und 750 in einem Umkreis von 50 Kilometern um die Region. In dem abgesteckten Befragungsgebiet leben 11,7 Millionen Menschen über 18 Jahre, aus dieser Menge wurde eine Stichprobe nach dem Zufallsprinzip gezogen.

Internet: www.sauerland.com

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