Die Sonne fällt durch die Fenster und erhellt die hohen Gewölbehallen des gotischen Doms

02.07.2014

Seit 850 Jahren in der Stadt: Köln feiert die Heiligen Drei Könige

Für sie wurde der Grundstein für den gotischen Dom gelegt.

Autor: Silke Dames

Köln erinnert an einen ganz besonderen Umzug: Vor 850 Jahren sind die Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln gebracht worden. Das hatte weitreichende Folgen: Über Jahrhunderte kamen große Pilgerscharen nach Köln und der gotische Dom wurde gebaut, der heute zu den Unesco-Welterbestätten zählt und mit über sechs Millionen Besuchern pro Jahr die beliebteste Sehenswürdigkeit in Deutschland ist. Zum Jubiläum greifen zahlreiche hochkarätige Ausstellungen die Überführung der Reliquien im Sommer 1164 auf.

Im Dom selbst ist vom 23. Juli 2014 bis 15. Januar 2015 die Ausstellung „Kaspar, Melchior, Balthasar – 850 Jahre Verehrung der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom“ zu sehen, die unter anderem den goldenen Schrein der Heiligen Drei Könige und die mittelalterliche Goldschmiedekunst des frühen 13. Jahrhunderts thematisiert. „Die Heiligen Drei Könige – Mythos, Kunst und Kult“ heißt eine Schau, die vom 25. Oktober 2014 bis 25. Januar 2015 im Museum Schnütgen gezeigt wird. Der Schwerpunkt liegt auf der bildlichen Präsenz der drei Weisen aus dem Morgenland, wertvolle Skulpturen, Tafelbilder, Elfenbeinschnitzereien, Handschriften und Werke der Schatzkunst sind zu sehen. Die schokoladige Interpretation des goldenen Dreikönigsschreins ist vom 1. November 2014 bis 6. Januar 2015 im Kölner  Schokoladenmuseum ausgestellt.

Insgesamt sind in NRW gleich fünf Unesco-Welterbestätten zu finden: Nicht weniger beeindruckend als der Kölner Dom ist das Pendant in Aachen, das 1978 das erste deutsche Bauwerk überhaupt war, das sich samt Domschatz über den Welterbe-Titel freuen durfte. Schloss Corvey in Höxter, das ganz frisch am 22. Juni in die Welterbe-Liste aufgenommen wurde, war einst als Kloster Ausgangspunkt für die Missionierung des gesamten norddeutschen Raums bis nach Skandinavien. Schloss Augustusburg in Brühl feiert 2014 eine Jubiläumssaison: Vor 30 Jahren hat die Unesco das prunkvolle Bauwerke des Spätbarocks in ihre Liste der Welterbestätten aufgenommen, zusammen mit den originalgetreuen Gärten aus dem 18. Jahrhundert und dem benachbarten Jagdschloss Falkenlust. Verhältnismäßig jung im Vergleich mit den übrigen Welterbestätten im Land ist das Essener Welterbe Zollverein. Als Industriedenkmal steht jedoch auch diese Stätte für eine prägende Epoche des heutigen Nordrhein-Westfalens.

Weitere Informationen und aktuelle Reiseangebote zu den Welterbestätten in NRW finden sich auf den Seiten des Tourismus NRW. Einen Überblick über alle 38 deutschen Unesco-Welterbestätten bietet die Deutsche Zentrale für Tourismus auf ihrer Website. In 30 Sprachen bietet sie unter anderem auch direkten Zugang zu einer Welterbe-App.

Internet: www.koelntourismus.de |  www.dein-nrw.de | www.germany.travel/unesco

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