Radfahrer und Fußgänger laufen an dem historischen Rathaus in Münster vorbei.

07.02.2018

Münster feiert großes Themenjahr „Frieden“

Gemeinsam mit Osnabrück beteiligt sich Münster beim Europäischen Kulturerbejahr, das von der EU ausgerufen wurde

Autor: Silke Dames

Das Thema Frieden spielt in Münster dieses Jahr eine noch größere Rolle als sonst: Die Stadt erinnert zum einen mit einem großen Ausstellungsprojekt an die Schließung des Westfälischen Friedens vor 370 Jahren sowie das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, zum anderen ist sie Gastgeberin für den Deutschen Katholikentag, dessen Programm sich ebenfalls um das Thema dreht. Unter dem Leitwort „Suche Frieden“ werden vom 9. bis 13. Mai 2018 rund 1000 Veranstaltungen geboten, darunter Podiumsdiskussionen, Workshops, Konzerte sowie große und kleine Gottesdienste. An insgesamt rund 100 Orten, die meisten davon in der Innenstadt, wird Programm geboten. So spielt Götz Alsmann auf einem Großkonzert vor dem Dom und der Kabarettist und Mediziner Eckart von Hirschhausen tritt bei verschiedenen Veranstaltungen auf.

Parallel greifen verschiedene Museen das Thema unter der Überschrift „Frieden. Von der Antike bis heute“ auf. Vom 28. April bis 2. September 2018 beleuchten das LWL-Museum für Kunst und Kultur, das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, das Archäologische Museum der Universität Münster, das Bistum Münster sowie das Stadtmuseum Münster das Ringen um Frieden in seinen vielfältigen Ausprägungen.

Friedensroute verbindet Münster und Osnabrück

So zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur Bilder zum Thema, zum Beispiel von Rubens, Goya, Picasso, Dix und Kollwitz. Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster veranschaulicht Picassos intensive künstlerische Auseinandersetzung mit Krieg und Frieden. Zu sehen sind etwa verschiedene Variationen seiner Friedenstaube. Das Stadtmuseum Münster widmet sich der Rezeptionsgeschichte des Westfälischen Friedens, wobei die Jubiläen 1748, 1848, 1898 und 1948 im Fokus stehen.

Auch im Historischen Rathaus mit seinem Friedenssaal wird die Geschichte für Besucher neu erlebbar: Ab Ende April soll dort der Westfälische Frieden digital aufgearbeitet werden. Osnabrück, das ebenso einen Schlüssel-Ort für den Westfälischen Frieden darstellt und sich gemeinsam mit Münster am Europäischen Kulturerbejahr beteiligt, kann übrigens bequem per Rad erreicht werden. Die Friedensroute verbindet mit ihren 175 Kilometern Strecke die historischen Rathäuser der beiden Städte. Unterwegs führt sie durch die Ausläufer des Teutoburger Waldes und die Münsterländer Parklandschaft mit ihren Schlössern und Burgen.

Internet: www.katholikentag.de | www.stadt-muenster.de  | http://friedensroute.de

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