Helle Skulpturen in einem rot gestrichenen Raum im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster

25.06.2014

Münsteraner Museum für Kunst und Kultur eröffnet nach großem Umbau

Erste Sonderausstellung widmet sich der figurativen Malerei in London zwischen 1950 und 1980

Autor: Silke Dames

Nach fünfjährigem Um- und Neubau eröffnet das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster am 20. September 2014 wieder seine Pforten.  Auf 1.800 zusätzlichen Quadratmetern können an dem Haus am Domplatz künftig Ausstellungen gezeigt werden. Neben der neu präsentierten Sammlung wird es auch immer wieder Sonderausstellungen geben. Den Auftakt macht am 8. November 2014 die Schau „Das nackte Leben – Von Bacon bis Hockney. Malerei in London 1950 – 80“.

Neben dem bekannten Altbau von 1908 wird ab dem 20. September auch der Neubau von Staab Architekten aus Berlin für Besucher zugänglich sein. Das neue Gebäude, das mit dem Altbau verbunden ist, ersetzt einen Bau aus den 1970er Jahren, der stark sanierungsbedürftig war. Rund 48 Millionen Euro kostete der Neubau; das Land steuerte neun Millionen Euro bei.

Die erste Sonderausstellung wird sich der figurativen Malerei in London widmen und Porträts ebenso wie Aktdarstellungen, Interieurs und Stadtansichten zeigen. Insgesamt werden rund 100 Werke 15 verschiedener Künstler von Francis Bacon über David Hockney bis zu Frank Auerbach zu sehen sein.

Das Museum selbst verfügt über eine Sammlung von rund 350.000 Objekten aus Kunst und Kultur aus mehr als 1.000 Jahren. Mittelalterliche Kirchenkunst ist damit ebenso vertreten wie zeitgenössische Werke. Insgesamt stehen für Präsentationen nun 7.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Allein in den neuen Räumen können etwa 1.000 Exponate gezeigt werden. Einige von ihnen werden erstmals zu sehen sein.

Kunst gibt es in Münster aber nicht nur im Museum zu sehen. Auch in der Stadt trifft man immer wieder auf Kunstwerke – nicht nur während der alle zehn Jahre stattfindenden Skulptur Projekte. Seit Juni peppt beispielsweise das Projekt „The Moon in Alabama“ des international renommierten Künstlers Tobias Rehberger das Bahnhofsviertel auf. Hier finden Passanten nun umgestaltete Schaltkästen, die von farbenfrohen Rohren umwickelt sind und als Sitz- oder Spielgelegenheiten dienen sollen. Jedes Objekt steht dabei für einen anderen Ort zwischen Mumbai und Alabama und wird durch eine Leuchtkugel hell erleuchtet, wenn dort der Mond aufgeht.

Internet: www.lwl.org

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