17.11.2017

Kreative Ideen für den Städtetourismus in NRW: Sechs Gewinner der #urbanana-Awards stehen fest

Aus 60 Nominierten wurden die Gewinner aus Aachen, Dortmund, Düsseldorf, Köln und Krefeld ausgewählt.

Autor: Julie Sengelhoff

Düsseldorf, 17. November 2017. Beim Wettbewerb um die #urbanana-Awards wurden kreative Ideen und Projekte gesucht, die in Großstädten des Landes erlebbar sind. Heute sind in Düsseldorf sechs Siegerprojekte aus Aachen, Dortmund, Düsseldorf, Köln und Krefeld mit den Awards ausgezeichnet worden. Insgesamt waren 60 Bewerber um den Preis an der Schnittstelle zwischen Stadttourismus und Kreativwirtschaft nominiert.

 Im Rahmen der Kunstmesse Art Düsseldorf haben Tourismus NRW e.V., Düsseldorf Tourismus GmbH, Köln Tourismus GmbH und Ruhr Tourismus GmbH sowie das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft CREATIVE.NRW die #urbanana-Awards verliehen. Durch den Wettbewerb soll die Zusammenarbeit von Kreativ- und der Tourismusbranche angeregt und unterstützt werden. Die sechs Awards sind mit je 4.000 Euro und einer Preisträgerskulptur des als Bananensprayer bekannten Künstlers Thomas Baumgärtel dotiert und sollen künftig alle zwei Jahre vergeben werden. Eine Fachjury hatte die Gewinnerprojekte aus insgesamt 60 Nominierungen nach den Kriterien Innovation, Originalität und Wertschöpfungspotenzial ausgewählt.

Das sind die sechs Gewinner der #urbanana-Awards:

Preisträgerin aus Düsseldorf ist die Modedesignerin Marion Strehlow, die Besucher mit ihrer Stadtführung „Behind the Scene“ hinter die Kulissen der Modewelt und zu Ateliers und Arbeitsstätten der Düsseldorfer Mode- und Designerszene führt. Die Tour wird von Modedesignerinnen aus der Stadt wahlweise auf Deutsch und Englisch durchgeführt und endet mit einem Fashion-Dinner in einem Atelier. Begründung der Jury-Vorsitzenden und Geschäftsführerin des Tourismus NRW, Dr. Heike Döll-König: „Düsseldorf ist nicht nur Modebusiness-Stadt, sondern auch Trendlabor für gute Gestaltung. Niemand verkörpert die sich sammelnde, agile Szene besser als Marion Strehlow mit ihrem großen Netzwerk und ihren Ideen von der getanzten Modeshow bis zu einem kollaborativen Pop-Up-Store. Und jetzt macht sie das Modethema auch touristisch erlebbar.“

Gewinner aus Köln ist artrmx e.V., der mit einer mobil verfügbaren Online-Karte “Recover, Discover – Urban Art Köln“ Interessierte zu den wichtigsten Werken der Urban Art in Köln führen wird.  Der Kunstverein veranstaltet auch das City Leaks Festival für Urban Art sowie spezielle Stadtführungen. Begründung laut Dr. Döll-König: “Murals statt Museum: Köln ist längst auch ein internationales Zentrum der Urban Art, was neue Formen des Kulturtourismus befördert. Triebfeder dieser außergewöhnlichen Entwicklung war der Verein artrmx. e.V.“, erklärte Dr. Döll-König.

Ein weiteres Sieger-Projekt aus Köln stammt von der Doktorandin Anna Döbbelin, die eine App mit dem Namen „Musity“ umsetzen wird, in der auf verschiedenen Routen die herausragenden Werke der Museen der Stadt mit passenden historischen Plätzen, Gebäuden und Straßen in ihrer Umgebung verbunden werden sollen. Begründung laut Dr. Döll-König: “Oft ist es die Idee hinter einer App und nicht die Technik, die sie besonders macht. Musity verbindet Museums- und Stadterlebnis. Das ist so etwas wie die Königsklasse im Kulturtourismus.“

Aus dem Ruhrgebiet sind die Vereine Machbarschaft Borsig11 und KulturMeileNordstadt mit ihrem Projekt „ConcordiART&BED“ ausgezeichnet worden. Im Dortmunder Norden soll eine Kreativmeile entstehen, die u. a. ein innovatives Gästehaus im Dortmunder Norden mit künstlerisch gestalteten Gästewohnungen sowie Coworking-Räumen, Freizeit- und Kulturangeboten umfasst. Begründung laut Dr. Döll-König: “Die Dortmunder Nordstadt ist ein Melting-Pot in Mikroformat mit all seinen Problemen und Chancen. Was hier seit 2010 von einem engagierten Netzwerk geleistet wird, ist beeindruckend und vor allem erlebenswert. Es war überfällig, dass das Potential jetzt mit künstlerisch gestalteten Gästewohnungen jetzt auch für Reisende erschlossen wird.”

Aus Aachen haben Fabian Seibert, Chantal Rexhausen und Jan Kassel mit ihrem Projekt „Hello Designer Tours“ gewonnen. Innerhalb des Projektes wird es nach dem ersten Durchgang 2017 im kommenden Oktober Events von regionalen Designern im Dreiländereck, darunter Workshops und Ausstellungen sowie ein englischsprachiger Guide mit Interviews der ansässigen Kreativen geben. Begründung laut Dr. Döll-König: “In Aachen denkt man grenzüberschreitend. Das europäische Netzwerk Hello Designer Tours ist ein Glücksfall für neugierige Gäste. Hier reist man nicht entlang von Sehenswürdigkeiten, sondern zu persönlichen Begegnungen und geschmackvollen Entdeckungen für zu Hause.”

Für Krefeld hat das Stadtmarketing Krefeld gewonnen, das mit dem Projekt „Krefelder Perspektivwechsel“ und den damit verbundenen zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen eine neue Sicht auf die Stadt anregen möchte. Geplant sind etwa Fabrikgespräche mit Künstlern in alten Industriehallen sowie ein Modefestival, das jungen Designern die Möglichkeit zur Ausstellung ihrer Entwürfe sowie einen Wettbewerb um die besten Ideen bietet. Begründung laut Dr. Döll-König: „Keine andere Stadt in NRW betreibt so ernsthaft und engagiert ihre Neuerfindung: Ehrlich, menschlich und mit einem anscheinend unerschöpflichen Vorrat an guten Ideen.”

Detaillierte Informationen und Filmporträts zu allen sechs Siegerprojekten finden sich hier: www.dein-nrw.de/urbanana-award Informationen zu allen nominierten Projekten und Ideen des #urbanana-Awards gibt es hier.

Hintergrund:

Der #urbanana-Award ist Teil des von der EU geförderten Projektes „NRW als Destination für Urban Lifestyle und Szene“, kurz #urbanana, in dem Tourismus NRW gemeinsam mit Köln Tourismus GmbH, Düsseldorf Tourismus GmbH sowie Ruhr Tourismus GmbH den Städtetourismus in NRW weiter zu entwickeln und die urbanen Räume und ihre Szenen als Reiseziele auch international bekannter machen möchte. Die wachsende Zahl der Städtereisenden soll genutzt werden um die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und städtetouristischer Projekte und Projektideen anzuregen sowie Kooperationen zwischen Tourismus- und Kreativwirtschaft zu fördern. Das Projekt #urbanana zielt darauf ab, in direkter Zusammenarbeit mit Vertretern kreativer Branchen neue Perspektiven für den Städtetourismus in NRW zu entwickeln. Die Urbanität, der Austausch mit Künstlern, Machern und Gestaltern vor Ort steht in dem Projekt, das weitgehend englischsprachig arbeitet, im Vordergrund. Erstmals richtet sich Tourismus NRW mit dem Projekt auch an „temporary citizens“, die etwa als Expats oder für Projekte zeitweise in NRW leben.

Englischsprachige Tipps und Ideen aus #urbanana gibt es hier: www.nrw-tourism.com/urbanana.

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