Kloster Kamp in Kamp-Lintfort ist jetzt schon ein touristischer Anziehungspunkt in der Region Niederrhein.

03.11.2015

Kamp-Lintfort richtet Landesgartenschau 2020 aus

Tourismus NRW war in der vom NRW-Umweltminsterium einberufenen Auswahlkommission vertreten

Autor: Markus Delcuve

Kamp-Lintfort im Kreis Wesel ist der Ausrichter der nordrhein-westfälischen Landesgartenschau 2020. Dies haben  NRW-Umweltminister Johannes Remmel und NRW-Bauminister Michael Groschek in Düsseldorf bekanntgegeben. Sie schlossen sich damit dem einstimmigen Votum einer unabhängigen Bewertungskommission an, die die drei Bewerber Kamp-Lintfort, Bad Honnef und „Emscherland“, eine Kooperation der Städte Castrop-Rauxel, Herne, Herten, Recklinghausen und der Emschergenossenschaft, im Oktober bereist hatte. In der zehnköpfigen Kommission für die Auswahl der NRW-Landesgartenschaustädte 2020 und 2023 ist neben dem Umwelt- und Bauministerium, dem Städte- und Gemeindebund NRW, dem Städtetag NRW, der Naturschutzverbände, der Wissenschaft sowie verschiedener Garten- und Landschaftsbauverbände auch der Tourismus NRW vertreten.

Nach Ansicht der Kommission ist die Landesgartenschau 2020 unter dem Motto „Tradition, Innovation und Aufbruch“ das geeignete Instrument, den großen städtebaulichen Herausforderungen in Kamp-Lintfort entgegenzutreten. Diese ergeben sich vor allem aus der Schließung der in der Stadt gelegenen Zeche „Bergwerk West“ und der Entlassung der Zechengrundstücke aus der Bergaufsicht bis zum Jahr 2018. Auch die denkmalgeschützen Anlagen des Kloster Kamps mit seinen Parkanlagen sollen in die Landesgartenschau eingebunden und neu in Szene gesetzt werden. So sollen Kloster und Bergwerk etwa durch eine zwei Kilometer lange „Erlebnisachse Wandelweg“ miteinander verbunden werden.

Die Stadt Kamp-Lintfort verspricht sich von der Ausrichtung eine Stärkung des Images der Stadt, die in die gesamte Tourismusregion Niederrhein ausstrahlen soll. Die Verantwortlichen rechnen mit rund 850.000 Besuchern. Die geplanten Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 16 Millionen Euro. Förderungen bekommt Kamp-Lintfort durch das NRW-Umwelt- und das NRW-Bauministerium .

Kamp-Lintfort ist die 18. Landesgartenschaustadt in Nordrhein-Westfalen. Den Auftakt machte 1984 die Stadt Hamm. Die nächste Landesgartenschau wird 2017 in Bad Lippspringe im Kreis Paderborn ausgetragen.

Internet: www.umwelt.nrw.de | www.kamp-lintfort.de

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