Startendes Flugzeug am Flughafen Köln-Bonn

21.07.2014

Flughafen Köln/Bonn erwartet gutes Geschäftsjahr

Sowohl Passagier- als auch Frachtverkehr legt in den ersten Monaten deutlich zu

Autor: Tonia Haag

Der Flughafen Köln/Bonn blickt positiv in die nahe Zukunft. In diesem Jahr würden sowohl die Passagierzahlen als auch das Frachtvolumen zulegen, erklärte der Vorsitzende der Flughafengeschäftsführung, Michael Garvens. Er verwies dabei auf die Monate Januar bis Mai, in denen beide Sparten ein deutliches Wachstum von bis zu sechs Prozent pro Monat erzielen konnten. Grund ist unter anderem der Kapazitätsausbau mehrerer Fluglinien.

Insgesamt rechnet der Flughafen in diesem Jahr bei den Passagierzahlen mit einem Plus von zwei Prozent auf 9,3 Millionen Fluggäste. Die Luftfracht wird der Prognose nach um drei Prozent auf 760.000 Tonnen zulegen. „Wenn in der zweiten Jahreshälfte nichts Unvorhergesehenes passiert, wird 2014 ein gutes Jahr werden“, sagte Garvens.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte der Flughafen Rückgänge sowohl bei den Passagieren als auch bei der Luftfracht hinnehmen müssen. Das Aufkommen in beiden Sparten sank jeweils um zwei Prozent. Garvens machte dafür Airline-Insolvenzen und Kapazitätsreduzierungen bei den Fluglinien sowie die schleppende Konjunktur verantwortlich. Zugleich forderte er die Politik erneut auf, die Luftverkehrssteuer abzuschaffen. Seit ihrer Einführung 2011 habe der Flughafen Köln/Bonn allein auf den Strecken nach Berlin, München und Hamburg fast eine halbe Million Fluggäste verloren. Grenznahe Airports im Ausland hingegen profitierten von der deutschen Sonderabgabe.

Trotz des schwierigen Umfelds konnte Köln/Bonn aber auch 2013 einen Gewinn von einer Million Euro einfahren. Der Airport war damit eigenen Angaben zufolge einer der wenigen Flughäfen in Deutschland überhaupt, die schwarze Zahlen schrieben. Für 2014 erwartet Garvens einen ähnlichen Überschuss.

Um sich fit für die Zukunft zu machen, sind für das laufende Jahr gezielte Investitionen geplant. Unter anderem soll ein Blockheizkraftwerk für 5,3 Millionen Euro erworben werden, um die Energieversorgung des Flughafens langfristig sicherzustellen.

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