03.09.2012

EU-Förderphase 2014 – 2020

Neue EU-Förderphase: Tourismus fordert Zugänge für den Tourismus

Autor: Markus Delcuve

Kaum wurden in Nordrhein-Westfalen die ersten konkreten Ergebnisse aus den Erlebnis-NRW-Projekten sichtbar, standen 2012 die Weichenstellungen für die nächste EU-Förderperiode an. Der Tourismus NRW e.V. hat sich mit Stellungnahmen an den Konsultationen zum „Operationellen Programm EFRE 2014 – 2020 für Wachstum und Beschäftigung“ (OP EFRE) und zum „Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum in Nordrhein-Westfalen ELER 2014 – 2020“ (OP ELER) beteiligt und dabei nachdrücklich Förderzugänge für den Tourismus gefordert.

Der Verband sieht in beiden EU-Entwürfen erheblichen Nachbesserungsbedarf bei der Zielsteuerung der zukünftigen Strukturfonds. So bemängelt der Tourismus NRW e.V. vor allem den Wegfall der touristischen Infrastrukturförderung. Entsprechende Förderprogramme zur Schaffung und Sicherung der touristischen Basisinfrastruktur, so die Argumentation, haben bislang zu einer wesentlichen Stärkung der touristischen Wettbewerbsfähigkeit Nordrhein-Westfalens und der Betriebe im Tourismus beigetragen. Ohne die Infrastrukturen könnten wichtige, darauf aufbauende oder komplementäre private Folgeinvestitionen nicht mehr stimuliert werden; regionale Wirtschaftsketten würden unterbrochen.

Zudem fordert der Tourismus NRW e.V. sowohl in den EFRE- als auch in den ELER-Verordnungsentwürfen eine Erweiterung des Innovationsbegriffs in den Zielkatalogen. Der Tourismus sollte über einen breiten Innovationsbegriff Zugang zu entsprechenden Maßnahmen und Programmen erhalten. Zwar habe die Tourismuswirtschaft erkannt, dass Innovationen und Innovationsfähigkeit als Wettbewerbsfaktor immer mehr in den Mittelpunkt rücken müssen. Innovationen sollten sich jedoch nicht alleine auf technische Produktneuerungen beziehen.

Die Landesregierung hat die Forderungen des Tourismus im Rahmen der öffentlichen Konsultation zur Ausgestaltung des EU-Strukturfonds EFRE aufgegriffen: Bei der Vorstellung der Konsultationsergebnisse im September in Düsseldorf stellte Wirtschaftsminister Garrelt Duin eine Unterstützung der Tourismusförderung in Aussicht. In einem nächsten Schritt soll das Eckpunktepapier zum OP EFRE unter Berücksichtigung der Stellungnahmen und Diskussionsbeiträge innerhalb der Landesregierung abgestimmt werden. Im weiteren Verlauf wird das ausgearbeitete Operationelle Programm der EU-Kommission zur Genehmigung vorgelegt.

 

 

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