"Warten auf den Fluss“ von der Künstlergruppe Observatorium

13.04.2016

Emscherkunst 2016: 25 Werke auf 50 Kilometern

Drei Kunstwerke dienen zugleich auch als Übernachtungsmöglichkeiten

Autor: Silke Dames

Kunst am Fluss: Vom 4. Juni bis 18. September 2016 wird das Emscherufer zwischen Dortmund und Herne zum Ausstellungsraum für Installationen, Performances, Filme und Skulpturen. 25 Positionen zeitgenössischer Kunst sind bei der dritten Ausgabe der „Emscherkunst“-Ausstellung auf einem 50 Kilometer langen Parcours zu entdecken.

Zu sehen sind zum Beispiel neue Arbeiten von Nevin Aladağ, Massimo Bartolini, Janet Cardiff oder Erik van Lieshout. Aber auch Werke aus den zwei vorherigen Schauen sind wieder dabei, etwa Installationen des chinesisches Künstlers Ai Weiwei oder der Künstlergruppe Observatorium. Leitgedanke der diesjährigen Schau ist „Entdecke die Kunst – erlebe die Veränderung.“ Kernthema ist nicht nur die Emscher-Renaturierung, sondern auch die Zerstörung und Transformation der Industrielandschaft des Ruhrgebiets. So setzt das „Unionviertel“ einen Schwerpunkt mitten in der Stadt Dortmund.

Drei Kunstwerke dienen zugleich auch als Übernachtungsmöglichkeiten: Die Künstlergruppe Observatorium lädt Besucher zu einer besonderen Nacht in ihrer Brückenskulptur „Warten auf den Fluss“ ein. Reiner Maria Matysik bietet ein Hochbett in seiner Wolkenskulptur Cloud Machine am Phoenix See in Dortmund an. Ai Weiwei’s Zeltkunstwerk „Aus der Aufklärung“ steht am Emscherquellhof als Nachtlager bereit.

Die beiden vorherigen Editionen der Emscherkunst zogen im Kulturhauptstadtjahr 2010 und 2013 zusammen fast 500.000 Besucher an. Die internationale Ausstellung begleitet als Triennale eines der größten Renaturierungsprojekte Europas – den Umbau des Abwasserflusses Emscher hin zu einer natürlichen Flusslandschaft. Als Veranstalter kooperieren Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr (RVR).

Internet: www.emscherkunst.de

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