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23.06.2020

Corona: DZT-Studien sagen lange Erholungsphase voraus

Geschäftsreisen besonders betroffen

Autor: Tonia Haag

Zwei Studien zufolge, die im Auftrag der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) entstanden sind, müssen sich die deutschen Destinationen auf eine langsame Erholung des Incoming einstellen. Die Übernachungszahlen der Vorkrisenzeit dürften erst 2023 wieder erreicht werden.

So prognostiziert Tourism Economics im relevanten Trend-Szenario für das laufende Jahr ein Minus von 45 Prozent bei den Übernachtungen aus Europa und von 64 Prozent bei den Übernachtungen aus Übersee. Das Vorkrisenniveau könnte demnach Ende 2023 wieder erreicht werden. Für seine Analyse untersuchte der Anbieter den Einfluss der Pandemie auf die 15 wichtigsten Quellmärkte des Reiselands Deutschland.

Am schnellsten dürften sich der Analyse zufolge die Quellmärkte Dänemark, Belgien, Schweiz, Niederlande und Österreich erholen, gefolgt von Frankreich, Schweden, Großbritannien, Spanien und Italien. Osteuropäische Länder wie Russland oder Polen sowie die Überseemärkte werden den Studie zufolge länger brauchen. Zudem gehen die Analysten davon aus, dass Geschäftsreisen länger für die Erholung brauchen und das Volumen des Jahres 2019 auch 2023 noch nicht erreichen werden.

Laut IPK International ist die Zurückhaltung bei Auslandsreisen in den 18 untersuchten Quellmärkten im Mai noch relativ stark ausgeprägt gewesen. Allerdings erklärte zugleich die Hälfte der Befragten, dass eine Auslandsreise nach Grenzöffnung in Frage käme, auch wenn noch kein Impfstoff zur Verfügung stehe. Mit 61 Prozent ist die Reisebereitschaft der Europäer besonders groß.

Besonders niedrig wird das Corona-Risiko bei Autoreisen, naturorientiertem Urlaub und individuelle Urlaubsformen eingeschätzt, ein mittleres Risiko wird bei Kultur- und Städtereisen sowie Rundreisen gesehen. Theater- und Konzertbesuche sowie größere Veranstaltungen werden mit einem eher hohen Risiko bewertet.

Weitere Informationen: www.germany.travel

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