Blick auf Bäume und Berge unter wolkenverhangenem Himmel im Sauerland

15.10.2020

DZT-Studie sagt noch längere Krise für das Incoming voraus

Vorkrisenniveau dürfte erst 2024 wieder erreicht werden

Autor: Tonia Haag

Die Corona-Krise trifft das Incoming in Deutschland einer Studie zufolge noch härter als befürchtet. Die Recovery-Phase werde länger dauern als bisher angenommen, das Vorkrisenniveau erst 2024 wieder erreicht werden, schreibt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DTZ) unter Berufung auf eine von ihr beauftragte aktualisierte Studie  von Tourism Economics. Auch die Einbrüche im laufenden Jahr dürften demnach noch verheerender ausfallen als bislang prognostiziert.

So dürften die Übernachtungen durch internationale Gäste in Deutschland 2020 um über 51 Millionen auf nur noch gut 38 Millionen Übernachtungen zurückgehen. Anfang Juni hatten die Analysten ein Minus von „nur“ rund 46 Millionen Übernachtungen im Gesamtjahr erwartet. Auch der touristische Konsum dürfte dadurch stärker einbrechen als bislang vorhergesagt: Nun schätzen die Analysten den Verlust auf 18,7 Milliarden Euro, nachdem sie zuvor ein Minus von 17,8 Milliarden berechnet hatten.

Für Ende 2023 wird nach aktuellen Berechnungen lediglich eine Erholung auf
86,4 Prozent des Vorkrisenjahres 2019 vorhergesagt. Die Juni-Prognose war bis zu dem Zeitpunkt von einem vollständigen Erreichen des Vorkrisenniveaus ausgegangen. Insgesamt erwarten die Analysten weiterhin, dass sich das Incoming aus europäischen Ländern eher erholen wird als die Überseemärkte. Trotzdem liege auch die Nachfrage aus Europa 2023 mit minus 9,4 Prozent bei den Übernachtungen hinter den Erwartungen, die Nachfrage aus Übersee dürfte zu dem Zeitpunkt sogar bei minus 24,6 Prozent liegen. Ein Erreichen des Vorkrisenniveaus erscheint damit erst 2024 wieder realistisch. Insgesamt dürfte die Erholung vom Freizeitreisen und nicht von Geschäftsreisen ausgehen.

Für die Analyse hat Tourism Economics den Einfluss der Pandemie auf die 19 wichtigsten Quellmärkte des Reiselandes Deutschland analysiert.

Mehr Informationen: www.germany.travel

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