Gezeigt wird eine Gipsfigur des Künstlers Wilhelm Lehmbruck, die kniet und ihre Arme abgestützt hat. Die Skulptur heißt "Die Gestürzte".

23.04.2014

Die rheinischen Museen und der Krieg

Zum 100. Gedenktag an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs hat der Landschaftsverband Rheinland ein großes Ausstellungsprojekt auf die Beine gestellt – Auch andere Museen in der Region widmen sich dem Thema

Autor: Tonia Haag

LVR-Industriemuseum + Ruhr-Museum, Essen

Die beiden Museen präsentieren gemeinsam die große Publikumsausstellung „1914“.Die Schau in den Räumen der ehemaligen Kokerei Zollverein richtet den Blick vor allem auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen der Zeit. Die Ausstellung ist vom 30. April bis zum 26. Oktober 2014 zu sehen.
www.ruhrmuseum.de | www.industriemuseum.lvr.de

Freilichtmuseum Kommern

Die Ausstellung „Kriegs(er)leben im Rheinland“ im Freilichtmuseum Kommern lenkt den Blick auf das Alltagsleben zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Im Mittelpunkt der Schau, die am 2. Juli beginnt und am 18. Oktober endet, steht der Eifelmaler Anton Keldenich, anhand dessen Tagebucheintragungen und Zeichnungen die Lebensverhältnisse auf dem Land zu jener Zeit dargestellt werden.
www.kommern.lvr.de

Kölner Stadtmuseum + Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) + Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv Köln

Die drei Institutionen zeigen gemeinsam das Leben in einer Metropole Köln in Zeiten des Kriegs. Die Ausstellung  „Köln 1914“ ist vom 22. November 2014 bis zum 22. Februar 2015 zu sehen.
www.makk.de

Freilichtmuseum Lindlar

Die Ausstellung „Krieg und Licht“, die vom 28. März bis zum 14. Dezember gezeigt wird, dreht sich um die Elektrifizierung auf dem Land, die während des Ersten Weltkriegs vorangetrieben wurde.
www.bergisches-freilichtmuseum.lvr.de

Von der Heydt Museum, Wuppertal

Das Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal zeigt in Zusammenarbeit mit dem Musée des Beaux-Art in Reims eine Ausstellung über die Wahrnehmung des Kriegs durch bildende Künstler. Vom 8. April bis zum 27. Juli fragt die Schau, die unter dem Titel „Menschenschlachthaus“ steht, wie Künstler wie Max Beckmann, Otto Dix oder Pierre Bonnard den Krieg in ihren Werken verarbeitet haben. Die Bildende Kunst und die Literatur stehen im Zentrum der Ausstellung; dokumentarische Filmausschnitte, Fotografien und andere Materialien ergänzen das Gesamtbild.
www.menschenschlachthaus-ausstellung.de

LehmbruckMuseum, Duisburg

Die Ausstellung „Karl Janssen, Bernhard Hoetger und Wilhelm Lehmbruck“ zeigt die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg. Ausgangspunkt ist Lehmbrucks Skulptur „Der Gestürzte“, die 1915 als Reaktion auf die erste Phase des Ersten Weltkriegs entstand. Im Unterschied zu den weit verbreiteten Heldendenkmälern ist die Skulptur Ausdruck der Verzweiflung über die aktuelle Situation. Neben der Lehmbruck-Skulptur sind etwa 25 weitere Werke internationaler Künstler zu sehen. Die Schau wird vom 11. September bis zum 7. Dezember 2014 gezeigt.
www.lehmbruckmuseum.de

Max-Ernst-Museum, Brühl

In der Ausstellung „Seine Augen trinken alles“ steht die künstlerische Entwicklung des Brühler Malers und Bildhauers Max Ernst um den Ersten Weltkrieg im Mittelpunkt. Die Schau zeigt vom 23. Februar bis zum 29. Juni Kunstwerke und Objekte unter anderem von Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Wassily Kandinsky, die Ernst beeindruckten und inspirierten. Ihnen gegenübergestellt werden Arbeiten, die dem konservativen Geschmack der Kaiserzeit entsprachen.
www.maxernstmuseum.lvr.de

Heinrich-Heine-Institut, Düsseldorf

Im Heinrich-Heine-Institut stehen Literaten und die Literaturzeitschrift „Die Rheinlande“ im Mittelpunkt, die sowohl Beiträge traditionsverhafteter Künstler wie Ferdinand Hodler als auch Texte fortschrittlicher Literaten wie Else Lasker-Schüler veröffentlichte. Die Ausstellung „Wir ungereimten Rheinländer“ ist in Düsseldorf vom 14. September bis zum 30. November 2014 zu sehen. Ab dem 16. Dezember 2014 wird sie im Ernst-Moritz-Arndt-Haus Bonn gezeigt.
www.duesseldorf.de/heineinstitut

Preußen-Museum NRW, Wesel

Vom 26. Oktober 2014 bis zum 25. Januar 2015 erzählt das Museum unter dem Titel „Grenzgänger zwischen Mächten und Kulturen“ die Geschichte einer abenteuerlichen Expedition, die der preußische Hauptmann Fritz Klein im Auftrag des Auswärtigen Amtes und Großen Generalstabs in die Türkei, den Irak und nach Persien unternahm. Sein Ziel war es, dortige Stämme zum Krieg an der Seite Deutschlands zu gewinnen.
www.preussenmuseum.de

Psychiatriegeschichtliches Dokumentationszentrums Düren (PDZ) + Leopold-Hoesch-Museums + Papiermuseums Düren

Die Ausstellung „Moderne. Weltkrieg. Irrenhaus“  beschäftigt sich vom 1. Mai bis 6. August mit Widersprüchen und Fortschritten in der Psychiatrie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung „Kunst und Psychiatrie“ zeigt gleichzeitig Arbeiten aus der renommierten Heidelberger Sammlung Prinzhorn, die Psychiatriepatienten der Dürener Klinik in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts schufen. Ergänzt werden die Arbeiten durch Kunstwerke der Epoche aus dem Sammlungsbestand.
www.moderne-weltkrieg-irrenhaus.de | www.leopoldhoeschmuseum.de

Ehemalige Konsumgenossenschaft Vorwärts, Wuppertal

Die Ausstellung „Mit uns zieht die neue Zeit“ in der Ehemaligen Konsumgenossenschaft Vorwärts in Wuppertal setzt sich vom 27. April bis zum 14. September mit der Geschichte der Konsumgesellschaften im Rheinland zu Beginn des 20. Jahrhunderts auseinander.
www.vorwaerts-muenzstrasse.de

Römermuseum im Archäologischen Park Xanten

Das Museum beschäftigt sich mit den Grabungen im Xantener Legionslager kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Vom  16. Mai bis zum 7. September illustrieren Funde, Grabungsdokumentationen und Fotos die Bedeutung der Forschungen am Vorabend des Krieges. Sie veranschaulichen zudem den politischen Stellenwert der Grabungen und die ambivalente Sicht der Epoche auf die archäologischen Hinterlassenschaften auf deutschem Boden.
www.apx.lvr.de

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