18.03.2021

Beuys & Bike: Auf dem Rad zum Jubilar

Eine neue Radroute am Niederrhein verbindet Orte, die im Leben und Wirken von Joseph Beuys eine wichtige Rolle gespielt haben.

Autor: Silke Dames

Düsseldorf, 18. März 2021. Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys, einem der weltweit einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts, hat Tourismus NRW mit verschiedenen Partnern eine Radroute zu den Spuren und Zeugnissen am Niederrhein entwickelt. Unter der Überschrift „Beuys & Bike“ werden zahlreiche Orte, die in seinem Leben und Wirken eine wichtige Rolle gespielt haben, zu einer insgesamt rund 300 Kilometer langen Strecke zusammengefasst. Ab 19. März 2021 finden Kulturinteressierte alle Infos dazu im Netz.

Sein Geburtshaus, das erste Atelier, bedeutende Werke oder Museen, die sein Wirken früh bekannt machten: Das neue Angebot, das Tourismus NRW in Abstimmung mit unterschiedlichen Partnern erarbeitet hat, führt zu ganz verschiedenen Beuys-Stationen in Kleve, Bedburg-Hau, Duisburg, Krefeld, Mönchengladbach, Düsseldorf, Neuss und Leverkusen. Ob Tagestour oder mehrtägiger Radurlaub: Wer sich mit dem Fahrrad auf den Weg macht, lernt nicht nur den Künstler und seine Kunst aus unterschiedlichen Perspektiven kennen, sondern kann in der weiten Landschaft des Niederrheins eine erholsame Auszeit erleben. Die Route ist für genussvolles Radeln bestens geeignet, Tour-Experten vom Radfahrerverband ADFC haben bei der Streckenführung mitgearbeitet und sind Probe gefahren. Die Touren auf bestens ausgebauten Wegen – mit über 2.000 Kilometern Länge gibt es hier das längste ausgeschilderte Radwegenetz in ganz Deutschland – können ganz nach Lust und Laune kombiniert und in individuell zusammenstellbaren Etappen geradelt werden. Ein eigenes Rad ist dafür nicht nötig: Fahrrad-Verleihsysteme wie das von „NiederrheinRad“, das mit über 40 Verleihstationen in der ganzen Region vertreten ist, machen den Transport des heimischen Drahtesels überflüssig.

Einmal im Sattel, rollt das Rad fast von alleine, denn am Niederrhein brauchen Radler kaum Steigungen zu fürchten, kein Berg steht im Weg. Dennoch hält die ebene Landschaft mit Auewiesen, Feldern, Flüssen und Seen viele sehenswerte Höhepunkte bereit, gerade auch mit Blick auf Beuys. So bietet das Museum Schloss Moyland in Bedburg-Hau nicht nur die weltweit größte Sammlung an Beuys-Werken, sondern ist zugleich auch ein beeindruckendes Wasserschloss, in dessen historischem Park mit Kräutergarten auch eine bedeutende Skulpturensammlung ihre Heimat gefunden hat. Im einstigen Kurhaus von Kleve, heute ein Kunstmuseum, können Besucher Beuys erstes Atelier besuchen, sein Frühwerk anschauen und anschließend durch die barocken Gartenanlagen flanieren. In Mönchengladbach, wo Beuys mehrere Aktionen und seine erste große Museumsausstellung zeigen konnte, ist der Künstler in einem neuen Mural nahe des Museums Abteiberg zu sehen, in Duisburg zeigt das Lehmbruck Museum in seiner Sammlung für Skulptur- und Objektkunst auch Werke von Beuys und rund um Neuss finden sich zahlreiche Skulpturen des Beuys-Schülers Anatol an der Strecke. In Düsseldorf sind in der ganzen Stadt Orte zu besuchen, an denen Beuys Spuren hinterlassen hat: Dazu gehören etwa die Kunstakademie, die Kunsthalle mit dem Ofenrohr in der Wand, die Altstadt-Kneipen, in denen er sich mit seinen Studenten getroffen hat und eine der „7000 Eichen“, die samt Basalt-Stele an eine seiner wichtigsten Kunstaktionen erinnert.

„Mit der Kampagne Beuys & Bike setzen wir bewusst auf die Kombination von Kunsterlebnis und Aktivitäten im Freien, denn zum einen hat Radurlaub in der Pandemie nochmals an Beliebtheit zugelegt. Zum anderen ist das Zweirad ein typisches Reise- und Fortbewegungsmittel für die Region, insbesondere für den Niederrhein“, erläutert Dr. Heike Döll-König, Geschäftsführerin des Tourismus NRW, die Hintergründe. Radfahren als Urlaubsaktivität hat laut GfK Destination Monitor 2020 im vergangenen Tourismusjahr zugelegt: Elf Prozent der Befragten gaben an, in ihrem letzten NRW-Urlaub mit dem Fahrrad gefahren zu sein, das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Wer mit dem Rad zwischen den Beuys-Stationen unterwegs ist, kommt an vielen sehenswerten Orten vorbei: Auf der Radstrecke zwischen Kleve und Duisburg führt der Ausflug etwa am beschaulichen Städtchen Kalkar vorbei, das mit seinen gotischen Giebelhäusern und der großen Nicolaikirche sowie zwei mächtigen Windmühlen noch heute einen Eindruck vom mittelalterlichen Wohlstand vermittelt. In Xanten geht’s sogar auf eine Zeitreise bis ins antike Rom: Im LVR-Archäologischen Park Xanten laden Relikte der Colonia Ulpia Traiana zu einem historischen Abstecher ein. Urbane Street-Art direkt am Rhein, eine Zeitreise ins Mittelalter auf Burg Linn oder zwei Glanzlichter des neuen Bauens, die Museen Haus Lange und Haus Esters sind touristische Highlights von Beuys‘ Geburtsstadt Krefeld.

Für Ende April plant Tourismus NRW in Absprache mit verschiedenen Partnern zudem eine Multiplikatorenreise zum Thema, zu der es hier weitere Teilnahme-Infos gibt. Und auch Düsseldorf Tourismus bieten individuelle Recherchereisen an, bei Interesse gerne eine Mail an dames@nrw-tourismus, damit ein Kontakt geknüpft werden kann.

Weitere Informationen zu den zahlreichen Stationen, aktuellen Jubiläumsausstellungen in ganz NRW sowie weiterführenden Links zu Routenempfehlungen und touristischen Führungen vor Ort sind ab 19. März online unter www.dein-nrw.de/beuys.

 

„Beuys & Bike“ ist ein Projekt von Tourismus NRW e.V. in enger Partnerschaft mit dem Projektbüro beuys 2021 sowie Düsseldorf Tourismus GmbH, Duisburg Kontor, Stadt Kleve – Wirtschaft und Tourismus, Stadt Krefeld – Stadtmarketing, Marketing Gesellschaft Mönchengladbach mbH, Niederrhein Tourismus GmbH, Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreises Neuss, dem ADFC, Stiftung Museum Schloss Moyland sowie weiteren Museen und Einrichtungen.

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