21.03.2018

Bauhaus-Architektur und Neue Sachlichkeit

Viele Sehenswürdigkeiten bieten unabhängig vom Jubiläum Programm

Autor: Silke Dames

Haus Lange / Haus Esters, Krefeld

Früher Wohnhaus, heute Museum: Die von Ludwig Mies van der Rohe entworfenen Gebäude Haus Lange und Haus Esters in Krefeld zeigen wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Mies van der Rohe, der in Aachen geboren wurde, hatte die benachbarten Backsteinvillen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts als Wohnhäuser für die Familien zweier Seidenfabrikanten geplant. Das Villenensemble zählt zu den architektonischen Glanzlichtern des Neuen Bauens in Deutschland.
www.dein-nrw.de/haus-esters-lange-krefeld | www.kunstmuseenkrefeld.de

Hohenhof, Hagen 

Von Henry van de Velde erbaut, von Karl Ernst Osthaus bewohnt, von Walter Gropius besucht: Der Hohenhof ist das Highlight unter den Bauten der Villenkolonie Hohenhagen. Neben dem 1902 eingeweihten Folkwang-Museum plante Osthaus die Villenkolonie Hohenhagen, zu der auch der Hohenhof gehört. Als eine Abteilung des Osthaus Museums Hagen beherbergt das Haus heute, neben den in der ursprünglichen Form erhaltenen und rekonstruierten Räumen, unter anderem Objekte von Peter Behrens und J. L. M. Lauweriks.

Der holländische Architekt Jan Ludovicus Mathieu Lauweriks realisierte in der Straße „Am Stirnband“ neun Häuser, deren Gestaltung der Architekt eine von ihm entwickelte Systemlehre zugrunde legte. Jedes der Häuser ist individuell gestaltet, doch bilden sie durch immer wiederkehrende Materialien eine Einheit. In der umliegenden Villenkolonie Hohenhagen sind weitere Gebäude von Henry van de Velde, Peter Behrens und J.L.M. Lauweriks zu sehen.
www.route-industriekultur.ruhr

Josef Albers Museum Quadrat, Bottrop

Dieses Museum ist dem Maler, Farbtheoretiker und Bauhausmeister Josef Albers gewidmet, der in Bottrop geboren wurde. Seine Ehefrau Anni Albers schenkt dem Museum über 300 Werke aus dem Nachlass ihres Mannes. Es zeigt als früheste Arbeiten Selbstporträts und Landschaftsdarstellungen. Aus der Zeit am Bauhaus sind Glasarbeiten, Fotomontagen und fotografische Porträts, etwa von Paul Klee und El Lissitzky, zu sehen.

Die Form eines Quadrats findet sich sowohl im Gebäude als auch in den gezeigten Werken wieder: Das Museum ist architektonisch angelehnt an Josef Albers‘ große Serie „Homage to the Square“, deren Bilder immer gleich aus drei oder vier ineinander geschachtelten Quadraten verschiedener Farben besteht. Bei schönem Wetter können Besucher den Skulpturenpark rund um das Museum besichtigen. Die Exponate im Park stammen fast ausschließlich von Künstlern, die auch mit einer Ausstellung im Josef Albers Museum vertreten waren.
www.bottrop.de

Unesco-Welterbe Zollverein, Essen

Die Industriekathedrale Zeche Zollverein galt lange Zeit als die modernste und schönste Zeche der Welt. Im Jahr 1847 gegründet, wurde sie zwischen 1928 und 1932 von den Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer um die prägende Schachtanlage XII im Stil der Neuen Sachlichkeit erweitert. Der in zwei Achsen nach Prinzipien der Symmetrie und Geometrie angeordnete Industriekomplex war eine einmalige Musteranlage und gilt als Gesamtkunstwerk. Heute gibt es auf der 1986 stillgelegten Schachtanlage Ausstellungen, Vorträge, Bühnenprogramme sowie Führungen zur Architektur und Geschichte der Unesco-Welterbestätte.
www.dein-nrw.de/zeche-zollverein | www.zollverein.de

Peter-Behrens-Bau, Oberhausen

Der berühmte Architekt und Industriedesigner Peter Behrens entwarf 1920 ein Lagerhaus im Auftrag des Gutehoffnungshütte-Konzerns (GHH). Dieses dient heute dem LVR-Industriemuseum als zentrales Sammlungsdepot. Das rund 90 Meter lange Gebäude orientiert sich an der Formsprache des Bauhaus und der Neuen Sachlichkeit: Ein horizontal betonter, kubisch orientierter Baukörper in Stahlskelettbauweise, ummantelt von einem Mauerwerk aus Backstein. Wo damals noch für den Betrieb notwendige Ersatzteile, Schrauben und Schreibpapier lagerten, ist heute das Zentralbüro des LVR-Industriemuseums untergebracht.
www.industriemuseum.lvr.de

Neue Tour zur klassischen Moderne, Düsseldorf

Berühmte Baumeister wie Helmut Hentrich, der auch für Ludwig Mies van der Rohe gearbeitet hat, haben durch ihre Bauwerke das Düsseldorfer Stadtbild geprägt. Eine neue Tour führt zu Architektur-Ikonen der Moderne – und liefert Hintergrundgeschichten zu ihrer Entstehungsgeschichte. Die erste rein architektonisch geprägte Stadttour in Düsseldorf führt etwa vorbei am von Hentrich entworfenen Dreischeibenhaus in der Nähe der Königsallee, führt aber auch durch die Altstadt.
www.duesseldorf-tourismus.de

 

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Silke Dames

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Telefax: +49 (0) 211 91 320 -555

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