Ein Ranger und ein Rollstuhlfahrer schauen von einem Aussichtspunkt im Nationalpark Eifel hinunter auf einen See.

17.05.2018

Raus in Natur und Stadt: Barrierefrei unterwegs in NRW

Tipps für Spaziergänge und Führungen ohne Hindernisse

Autor: Tonia Haag

Natur-Erlebnisraum „Wilder Kermeter“, Nationalpark Eifel

Durch den Natur-Erlebnisraum „Wilder Kermeter“ im Nationalpark Eifel verläuft ein 6,2 Kilometer langes barrierefreies Wanderwegenetz. Die Wege sind fein geschottert und damit nutzbar für Rollstühle, Rollatoren und Handbikes. Dazu gibt es ein Leit- und Informationssystem für blinde Besucher. Unter anderem geht es auf den Wegen zum „Hirschley“, einem der beliebtesten Aussichtspunkte im Nationalpark, der auch über ein tastbares Landschaftsmodell erlebbar ist. Seit 2014 führt darüber hinaus der 1,5 Kilometer lange barrierefreie „Wilde Weg“ als Naturerkundungspfad mit interaktiven Erlebnisstationen durch das Gebiet. Ein Holzsteg durch die Waldwildnis ermöglicht besondere Einblicke in die Natur. Jeden Sonntag startet am Rastplatz Kermeter eine kostenfreie Rangertour durch den barrierefreien Naturerlebnisraum.
www.nationalpark-eifel.de

Inklusiver Klettergarten, Gütersloh

Grenzenloses Klettervergnügen gibt es jetzt im Teutoburger Wald: Der inklusive Klettergarten Gütersloh bietet in seiner 3.000 Quadratmeter großen Kletterwelt rund 30 Elemente im Niedrig- und Hochseilgarten für Besucher mit Rollstuhl oder ohne. Neben einem Turm, der das zentrale Element des Parks ist, gibt es beispielsweise eine Seilbahn, eine Kletterwand sowie Abseilelemente für Rollstuhlfahrer. Bei Interesse können auch Fußgänger ohne Handicap die 38-Meter-Seilbahn im Rollstuhl testen.
www.grenzenlos-kletterpark.de

Schlupkothener Bruch, Wülfrath

Das Gelände rund um den stillgelegten Steinbruch im Neanderland besticht durch seine natürliche Schönheit. Türkisfarbenes Wasser und hohe bewachsene Felswände bieten einen hervorragenden Lebensraum für gefährdete Tiere. Bis zur Aussichtskanzel Steinstieg ist der Weg barrierefrei gestaltet.
www.neanderland.de

Moor-Erlebnis-Pfad (Großes Torfmoor, Teutoburger Wald)

Durch das Große Torfmoor bei Lübbecke und Hille in der Region Teutoburger Wald führt ein drei Kilometer langer Moor-Erlebnis-Pfad, der auch mit Kinderwagen oder Rollstühlen befahrbar ist. An acht Stationen erfahren Besucher hier viel Interessantes über ökologische Zusammenhänge sowie Pflanzen und Tiere im Moor. Und auch das Wirken des Menschen wird nicht ausgespart.
www.minden-luebbecke.de

Gruga, Essen

Auf einem 1,3 Kilometer langen Rundweg können im Essener Grugapark die „Pflanzen der Welt“ entdeckt werden. Unter anderem geht es durch einen Rosengarten und einen Garten der Sinne. Für blinde und sehbehinderte Menschen gibt es neben einem Leitsystem auch Hörstationen und Infotafeln mit Blindenschrift. Zudem sind die Wege gut mit Rollstühlen befahrbar. Bei Bedarf können Rollstühle auch ausgeliehen werden.
www.grugapark.de

Vogelschutzgebiet Rieselfelder, Münster

Im Vogelschutzgebiet Rieselfelder in Münster können nun auch Rollstuhlfahrer, Handbiker oder Familien mit Kinderwagen problemlos Vögel beobachten. Die vorhandenen Beobachtungspunkte wurden mit Rampen versehen, dazu sind weitere neue barrierefreie Beobachtungspunkte entstanden. Während der sonntäglichen Ausstellung am Rieselfeldhof oder in Absprache mit der Biologischen Station werden Rollstühle und ein Rollfiets, eine Art Tandem aus Rollstuhl und Fahrrad, verliehen.
www.biostation-muenster.org

Urdenbacher Kämpe, Monheim

In diesem Gebiet darf der Rhein seine Ufer überfluten, so gedeihen seltene Pflanzen wie großer Wiesenknopf und Herbstzeitlose in den wechselfeuchten Auenwiesen. Der rund 10 Kilometer lange, ausgeschilderte Rundweg „Kämpe inklusiv“ führt Wanderer, Radfahrer und Handbiker auf überwiegend befestigten Wegen durch die Natur und an einem Altrhein-Arm entlang.
www.auenblicke.de

Panorama-Radweg Niederbergbahn, Neanderland

Der 40 Kilometer lange Panorama-Radweg Niederbergbahn im Kreis Mettmann ist nicht nur etwas für Radfahrer. Da er über steigungsarme ehemalige Bahntrassen führt und asphaltiert ist, ist er zwischen Heiligenhaus und Wülfrath auch für Rollstuhlfahrer, Familien mit Kinderwagen und Senioren mit Rollatoren geeignet.
www.panoramaradweg-niederbergbahn.de

Barrierefreier Baumwipfelpfad, Bergisches Land

Der 1.635 Meter lange barrierefreie Pfad, zu dem auch ein 40 Meter hoher Aussichtsturm sowie eine Besucherplattform auf 34 Metern Höhe gehören, bildet den Höhepunkt im Angebot des Naturerlebnisparks „Panarbora“ bei Waldbröl im bergischen Land . Der Rundkurs führt durch die verschiedenen Baumvegetationszonen. Auf dem Weg in die Wipfel informiert eine interaktive Waldausstellung über Flora und Fauna.
http://panarbora.de

Vennbahn, Eifel

Auf 125 Kilometern führt die Vennbahn von NRW bis nach Belgien und Luxemburg. Da sie asphaltiert ist und eine durchschnittliche Steigung von nur zwei Prozent hat, ist sie in weiten Teilen auch für Handbiker geeignet.
www.vennbahn.eu

Rundwanderung durch Xanten

Mit Handbikes oder Rollstuhl lässt sich die Römerstadt Xanten erleben. Ein rund 7,5 Kilometer langer Rundwanderweg ist größtenteils ohne Hilfe befahrbar. Er führt durch die Innenstadt ebenso wie zum LWL-Römermuseum und der Xantener Südsee, einem Freizeit- und Naherholungsgebiet.
http://einfach-wanderbar.de

Spaziergänge und Führungen durch Köln

In Köln werden Führungen unter anderem für blinde und sehbehinderte sowie hörgeschädigte Menschen angeboten. Auch für Rollstuhlfahrer gibt es spezielle Touren. Wer sich gerne selbst auf den Weg machen möchte, erhält auf dem Stadtplan „Köln für alle – Barrierefreie Spaziergänge durch die Altstadt“ Hinweise und Anregungen für seinen Ausflug. Ein Leitsystem erleichtert die Orientierung für blinde Menschen. An der Radstation am Hauptbahnhof können zudem Elektromobile, Handbikes und Rollstühle ausgeliehen werden.
www.koelntourismus.de

Spaziergänge und Führungen durch Münster

Ob klassische Stadtführung oder Naturwanderung – in Münster werden fachkundige Führungen von Gehörlosen für Gehörlose angeboten. Blinde Gäste können sich am Bronzemodell am Prinzipalmarkt einen Eindruck von Giebelhäusern, Historischem Rathaus, Dom und Lambertikirche verschaffen. Ein kostenloser Stadtplan stellt Informationen speziell für Besucher mit Behinderungen zusammen.
www.muenster.de

Führung durch Bielefeld

Die Führung „Bielefeld sinnvoll erleben“ wurde speziell für sehbehinderte und blinde Menschen konzipiert. Sie führt durch die Bielefelder Altstadt und spricht besonders die haptische Wahrnehmung der Teilnehmer an. Ein großes Bronze-Tastmodell am Alten Markt verschafft eine Vorstellung vom Stadtbild.
www.bielefeld.de

Römer-Lippe-Route zwischen Detmold und Xanten

Wo stehen Schranken oder Poller im Weg, auf welchen Abschnitten ist die Strecke abschüssig und wo gibt es Behindertentoiletten? Für die Römer-Lippe-Route wurden diese und weitere Informationen zur Barrierefreiheit in einer interaktiven Karte dargestellt. Damit ist die rund 400 Kilometer lange Route zwischen Detmold und Xanten deutschlandweit Vorreiter. Die Erfassung des Status-quo ist der ersten Schritt auf dem Weg zum „Barrierefreien Radtourismus an der Römer-Lippe-Route“. Darauf aufbauend sollen kontinuierliche Optimierungsmaßnahmen die Route für alle Gäste befahrbar zu machen, etwa auch für Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kleinkindern im Fahrradanhänger.
www.roemerlipperoute.de

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