Tropfsteine in der Dechenhöhle in Iserlohn

25.05.2016

Abkühlung im Inneren der Erde

Stollen und Höhlen sind gerade bei Hitze perfekte Ausflugsziele

Autor: Tonia Haag

Höhlen

Unter NRW liegt eine ungeheure Zahl von Höhlen, darunter viele, die auch für Besucher interessant sind wie die Tropfsteinhöhlen Attahöhle in Attendorn (größtes zusammenhängendes Höhlensystem Deutschlands) und die Dechenhöhle in Iserlohn, die das größte Höhlenmuseum Deutschlands beheimatet. Die Balver Höhle in Balve gilt als größte Kulturhöhle Europas und bietet immer wieder Veranstaltungen, zum Beispiel Konzerte. Die Kluterthöhle in Ennepetal ist etwas für Abenteuerlustige, denn die Touren führen zum Teil durch unbeleuchtete und so enge Gänge, dass es nur noch auf dem Bauch vorwärts geht.
www.atta-hoehle.de | www.dechenhoehle.dewww.sauerland.com | www.kluterthoehle.de

Bergwerke

Die lange Bergbautradition in Nordrhein-Westfalen hat ihre Spuren hinterlassen. Zahlreiche Besucherbergwerke zeigen heute, wie früher unter Tage gearbeitet wurde. Besucher haben die Wahl zwischen Erz-, Silber-, Schiefer- oder Kohlebergwerken. Auch im Sommer ist es hier angenehm kühl. Besondere Erlebnisse bieten unter anderem das Besucherbergwerk Kleinenbremen in Porta Westfalica, in das es mit einem historischen Triebwagen von 1937 hinein geht, oder das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum, das über einen Seilfahrt-Simulator verfügt, der den Eindruck einer Grubenfahrt vermittelt.
www.bergwerk-kleinenbremen.de | www.bergbaumuseum.de
Weitere Bergwerke:
www.sauerlaender-besucherbergwerk.de | www.kilianstollen.de | www.kulturregion-swf.de | www.bergbaumuseum-mechernich.de | www.grube-silberhardt.de | www.schieferschaubergwerk.de | www.grubewohlfahrt.de | www.lwl.org

Heilstollen

Entspannung für Körper und Geist bieten gleich mehrere Heilstollen unter der Erde Nordrhein-Westfalens. In der sauberen Luft unter Tage können Erholungssuchende sich in Schlafsäcke oder Decken hüllen, tief durchatmen und entspannen – und das bei konstanten kühlen Temperaturen.
www.kluterthoehle.de | www.stollen-nordenau.de | www.abela-heilstollen.de

Bunker

In der Eifel liegen gleich zwei Bunker, die der Regierung früher im Kriegsfall als Rückzugsort dienen sollen. In Bad Münstereifel ließ die Bundesregierung ihren Geheimbunker bauen, von ihr als Rückzugsort dienen und eine Aufrechterhaltung des Funkverkehrs gewährleisten sollte. Im Sommerhalbjahr gibt es durch den Bunker und das dazugehörige Antennenfeld regelmäßig Führungen. In Kall ließ die nordrhein-westfälische Landesregierung einen Atombunker bauen, in dem sie im Krisenfall ihre Regierungsgeschäfte fortführen wollte. Dementsprechend ist der Bunker ausgebaut. Während der Ausweichsitz jahrzehntelang geheim gehalten wurde, können ihn heute Besucher besichtigen. Und noch ein ehemals wichtiger Bunker liegt in der Eifel: der Bunkerkomplex der Landeszentralbank NRW. Er sollte im Kriegsfall die Geldversorgung sicherstellen. Seit 2012 kann die Unterwelt in Mechernich besichtigt werden.
www.bunker-kirspenich.de | www.ausweichsitz-nrw.de | www.lzb-bunkersatzvey.de

Zeittunnel, Wülfrath

In einem stillgelegten Kalksteinbruch in Wülfrath werden 400 Millionen Jahre Erdgeschichte mit allen Sinnen erlebbar gemacht. Die erdgeschichtlichen Abläufe werden in der Ausstellung unterhaltsam vermittelt, die Besucher begeben sich beim Gang durch den Tunnel auf eine Reise durch die Zeit: Jedes Erdzeitalter wird mit seinen charakteristischen Eigenschaften, der Entwicklung der Lebewesen, des Klimas und der Kontinentalverschiebung präsentiert.
www.zeittunnel-wuelfrath.de

Kunst im Tunnel (KIT), Düsseldorf

Unter der Rheinuferpromenade in Düsseldorf, in einem Raum, der zwischen den Tunnelröhren für den Autoverkehr liegt, wird zeitgenössische Kunst präsentiert.
www.kunst-im-tunnel.de

Luftschutzstollen auf der Zeche Henrichtshütte in Hattingen

Der Luftschutzstollen der Henrichshütte, der  in der Nachbarschaft angesiedelten Mitarbeitern und ihren Familien im Zweiten Weltkrieg Schutz vor Luftangriffen bot, wird an Wochenenden für Besucher geöffnet.
www.lwl.org

Kronleuchtersaal, Köln

Der „Kronleuchtersaal“ liegt in der Kölner Kanalisation. Seinen Namen erhielt er, weil er zur Einweihung 1890 mit zwei Kronleuchtern mit je sechs Kerzen geschmückt wurde, um Kaiser Wilhelm II. würdig zu empfangen. Besichtigungen sind im Rahmen von Führungen möglich.
www.koelntourismus.de

Kasematten der Sparrenburg, Bielefeld

Dicke Steinmauern, dunkle Verliese und enge Lichtschächte: So haben die Soldaten im Mittelalter auf der Sparrenburg, dem Bielefelder Wahrzeichen, gelebt. Heute kann das eindrucksvolle 300 Meter lange unterirdische Gangsystem, die Kasematten, auf geführten Touren besichtigt werden.
www.sparrenburg.info

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